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TUT! Camera RAW vs. JPG – Was den Unterschied macht!

Heute möchte ich mal kurz zeigen was den Unterschied macht  zwischen Camera RAW und JPG Format.

 

Sicherlich kennen alle das JPG Format in dem so ziemlich jede Kamera fotografiert.

Viele Kamera bieten aber auch an die Fotos im Camera „raw“ zu fotografieren.

 

Der erste Unterschied dem sicherlich jedem als erstes auffällt ist das die RAW-Formate oft im Windows nicht ohne weiteres angezeigt werden können und das die Dateien im Verhältnis zu JPG(bei mir 8MB) recht groß werden (bei mir 15MB).

 

Aber warum sollte man trotzdem im RAW-Format fotografieren?

[box type=“info“] Bei Aufnahmen im JPG-Format ermittelt die Kamera die für sie denkbare beste Einstellung und speichert diese komprimiert so ab. Das muss aber nicht immer das sein, was wirklich am besten ist![/box]

 

Dazu zeig ich euch mal hier an einem Beispiel wie ein Foto aussehen kann wenn es direkt aus der Kamera kommt bei schwierigen Lichtverhältnissen und extremen Bedingungen.

Wir sehen hier ein Bild mit wenig Kontrasten, zu wenig Licht, die Sternen kommen nciht zur Geltung und es wirkt allgemein „flau“.

 

[singlepic id=796 w=320 h=240 float=center]

 

Was hier auffällt ist das weder die Belichtung sonderlich schön ist noch der Weißabgleich stimmt. Das Bild wirkt allgemein unschön.

Jeder der solche Bilder kennt weiß das es bei einem JPG nahezu unmöglich ist aus diesem Bild noch etwas zu machen. Man kann es eigentlich nur löschen.

 

[box type=“info“] Im Camera-RAW-Format werden hingegen keine festen Einstellungen sondern alle vorhandenen Farbinformationen gespeichert und diese in maximaler Qualität ohne Verlust gespeichert. 

Das erhöht den Bearbeitungs-Spielraum am PC um ein vielfaches.[/box]

 

Mit Hilfe von Bildbearbeitungsprogrammen wie Adobe Photoshop, Lightroom oder anderen kann man die Fotos auch nachträglich noch wesentlich verändern ohne das die Qualität leidet.

Im ersten Beispiel seht ihr schon eine deutliche Veränderung. In dem Fall habe ich den Kontrast wesentlich erhöht, Farben entfernt und sonst noch kleine Veränderungen vorgenommen.

[singlepic id=797 w=320 h=240 float=center]

 

Richtig interessant wird es aber erst jetzt, denn dank der großen Farb- und Lichtinformationen ist nun auch das folgendes möglich. Spätestens hier würde ein JPG nur noch unbrauchbare Bilder liefern. Dieses Bild ist jetzt auch schon gut brauchbar und kann verwendet werden.

[singlepic id=799 w=320 h=240 float=center]

 

Nun geht es zu den gestalterischen Optionen.
Wenn man noch etwas experimentiert und sich weiter in die Optionen und Gestaltungsmöglichkeiten vorwagt können auch Bilder wie das folgeedn entstehen. Hier habe ich speziell die Farbe von dem Himmel sowie die Lichter stark angepasst und die Wiese abgedunkelt.

Was man im Detail aus dem Bild macht, hängt nur vom eigenen Geschmack und den Fähigkeiten mit dem Bildbearbeitungsprogramm ab. Die Möglichkeiten beim RAW-Format lassen auf jeden Fall vieles zu wo ein JPG nur noch „Pixel-Salat“ erzeugt.

[singlepic id=798 w=320 h=240 float=center]

 

Für alle die sich weiter in die Fotografie wagen und auch gern viel Zeit investieren habe ich noch dieses Bild. Ich habe es vor kurzem hier im Blog bereits vorgestellt.

Es besteht nicht nur aus einem Foto sondern aus 67 einzelnen Fotos die alle gleich bearbeitet wurden und in Adobe Photoshop „übereinander“ gelegt wurden. So erzeugt man dann diesen schönen Kreis-Effekt der Sterne womit sie auch gleich viel mehr zur Geltung kommen.

[singlepic id=800 w=320 h=240 float=center]

 

Ich kann also nur jedem empfehlen Fotos künftig nur noch im RAW-Format aufzunehmen. Inzwischen kann das fast jede Kamera! Und die SD Speicherkarte mit 16GB in der schnellen Class 10 Variante kosten auch kaum noch etwas so das auch der Mehrbedarf nicht der Rede wert ist.

Einfach mal im Menü rumstöbern und danach suchen. Oft ist es direkt bei den Qualitätseinstellungen der Fotos zu finden.

 

Ich hoffe ich konnte euch mit der Entscheidung zwischen JPG und RAW etwas weiter helfen.

 

Viele Grüße
Basterus

 

[stextbox type=“info“]

Dieses Foto ist entstanden mit:

– Sony DSLR-A550

Walimex 8 mm Fisheye

Slik AMT Stativ

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2 Kommentare

  1. Graf Foto 27. März 2012

    Na hallo!

    Danke für diese Tips. Ich würde gern noch einen Tip hinzufügen:
    Gleich bei der Aufnahme die Einstellungen an der Kamera gezielt überlegen und festlegen, dann korrekt belichten und dann geht das auch prima mit JPG. Alle obigen Bilder, außer vielleicht das 3. helle, sollten auch locker mit JPG erreichbar sein.

    Im übrigen lässt sich ein „richtiger“ Weißabgleich vor Ort viel besser kontrollieren, als ein nachträglicher. Und selbst wenn der Weißabgleich nur etwas, aber nicht völlig verkorkst ist, kann man da am JPG noch mehr als genug dran drehen.

    Ich halte es für unnötig, ausschließlich RAW zu empfehlen und mit obigen Beispielen JPG zu verteufeln.

    Wär toll, wenn mein Kommentar durch die subjektive Prüfung kommt, was ich aber nicht erwarte…

    Grüße

    • Basterus 27. März 2012 — Autor der Seiten

      Ja es mag sein das die meisten Bilder mit korrekten Einstellungen natürlich auch in JPG möglich sind. Das will ich natürlich nicht abstreiten!

      Mein Beispielfoto soll nur zeigen welche Bearbeitung bei RAW nachträglich möglich ist welche bei JPG nicht so ohne weiteres machbar ist.

      Ein Foto mit extremeren Belichtungseigenschaften würde das besser zeigen. Z.B. ein Foto vom Sonnenuntergang wo man aber Gebäude im Vordergrund die dunkel sind nachträglich aufhellen möchte. Im JPG sind da einfach keine Farbinformationen mehr,im RAW aber sehr wohl.
      Dafür hatte ich aber gerade kein passendes Bild parat.

      Fakt bleibt aber das RAW auch aus dem ein oder anderen schlechten Bild noch viel raus holen kann was JPG nicht unbedingt kann.

      Ich geh davon aus das nicht alle Voll-Profis sind und hinterher gern lieber noch genug Bearbeitungsspielraum haben wollen. Und da fällt die Wahl klar auf RAW. Von einem ständigen Wechsel der Formate rate ich ab, das verursacht nur Chaos.

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